In einem an Spannung kaum zu überbietenden Rennen konnte sich Luis den Deutschen Meistertitel über die 800 Meter sichern! Im Kasseler Auestadion siegte er in einer Zeit von 1:47,48 Minuten und ließ dabei auf der Zielgeraden in einem sensationellen Endspurt das Teilnehmerfeld hinter sich.

Familie und Freunde von Luis hatten den Weg nach Kassel auf sich genommen, als um 18:08 Uhr der Startschuss im vollbesetzten Kasseler Auestadion fiel. Den Platz im Finale hatte er sich durch einen souveränen Vorlaufsieg am Samstagabend gesichert. Der Finallauf sollte erst Luis zwölfter Lauf über die zwei Stadionrunden sein. Luis sortierte sich hinter dem Jahresschnellsten Dennis Biederbick und dessen Vereinskollegen, dem Deutschen Meister aus dem Jahr 2021, Marvin Heinrich ein und ging damit auch als Dritter in die Schlussrunde. Auf der Gegengeraden wurde er überholt, hielt aber stets Anschluss und bewahrte Ruhe. Eingangs der Zielgeraden hatte Dennis Biederbick bereits einige Meter zwischen sich und dem Feld erlaufen, doch Luis scherte aus und konnte mit seinen Spurtqualitäten das Feld hinter sich lassen. Im Ziel schlug der LGGer die Hände vors Gesicht und konnte sein Glück kaum fassen. Es folgte ein Stadioninterview und das Bad in der Menge des jubelnden Fanblocks. Dieser denkwürdige Tag im Kasseler Auestadion mit anschließender Siegerehrung durch den Deutschen Rekordhalter im 800-Meter-Lauf Willi Wülbeck, wird so schnell nicht vergessen.

Mit Julia Kellner und Merle Homeier waren auch noch zwei weitere Athletinnen im schwarz-gelben Trikot bei den Deutschen Meisterschaften am Start. Julia Kellner springt mit 12,76 Metern im Dreisprung zu Platz 5 bei den Deutschen Meisterschaften und bleibt damit nur 2 Zentimeter unter ihrer erst in diesem Jahr aufgestellten Bestleistung. Bei ihrer ersten Meisterschaftsteilnahme der Aktiven präsentiert sie sich damit souverän. Der Dreisprung der Frauen war geprägt von vorherigen Absagen aus der Führungsriege wie von LGG-Athletin Kira Wittmann, die aufgrund einer Verhärtung im Oberschenkel als Vorsichtsmaßnahme auf die Weltmeisterschaften in Budapest verzichten musste. Dadurch war der Weg frei! Gold holte sich mit 14,02 Metern die Chemnitzerin Maria Purtsa. Sarah-Michelle Kudla (SCC Berlin) sicherte sich mit 13,53 Metern Silber, 13,23 Meter reichten an diesem Tag für Lea-Sophie Klik (LAC Erdgas Chemnitz) für Bronze.

Nicht ganz zufrieden zeigte sich Weitspringerin Merle Homeier, die mit 6,35 Metern als Vierte einen Rückstand von zwölf Zentimeter auf Bronze hatte. „Ich ärgere mich nicht über den Platz, denn mit 6,37 Metern hätte ich auch nicht gern Bronze gewonnen“, sagt sie. Eine hartnäckige Verletzung zwingt sie immer wieder zu Trainingspausen, weswegen der Anlauf „noch nicht so gefestigt ist. Ich warte in diesem Sommer immer noch auf den perfekten Sprung“. Die nächste Chance kommt spätestens im August, wenn für sie, gemeinsam mit Luis Oberbeck, die Universiade in China ansteht.