Wettkämpfe der LG Göttingen

Drei Mal Edelmetall für LGGerInnen bei "Deutschen" im Jahnstadion

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Als eine in jeder Hinsicht gelungene Veranstaltung werden die 70. Deutschen U23-Meisterschaften der Leichtathleten nicht nur in die Annalen des NLV-Kreises Göttingen eingehen. Das Organisationsteam um die Kreisvorsitzende Corinna Klaus-Rosenthal hatte die Titelkämpfe so gut vorbereitet, dass die Durchführung nicht nur ohne nennenswerte Pannen vonstattenging, sondern – deutlich mehr noch als 2009 – Aktive, Trainer, Betreuer und Zuschauer voll des Lobes waren.

Als eine in jeder Hinsicht gelungene Veranstaltung werden die 70. Deutschen U23-Meisterschaften der Leichtathleten nicht nur in die Annalen des NLV-Kreises Göttingen eingehen. Das Organisationsteam um die Kreisvorsitzende Corinna Klaus-Rosenthal hatte die Titelkämpfe so gut vorbereitet, dass die Durchführung nicht nur ohne nennenswerte Pannen vonstattenging, sondern – deutlich mehr noch als 2009 – Aktive, Trainer, Betreuer und Zuschauer voll des Lobes waren. So dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, wann das nächste bedeutende leichtathletische Ereignis in dem für einen solchen Rahmen sicherlich schönsten Stadion Niedersachsens stattfinden wird.

Die außerordentlich gelungene Präsenz im Vorfeld der Meisterschaften in den Medien hatte für genügend Aufmerksamkeit gesorgt, so dass an beiden Wettkampftagen jeweils 2.000 bis 3.000 Zuschauer das Rund des Jahnstadions bevölkerten, darunter auch jede Menge erfolgreicher Göttinger Leichtathleten der vergangenen Jahrzehnte. Eindeutige Zuschauermagneten waren die Springer der LGG, die sich über mangelnde Unterstützung auf der im Bereich der Sprunganlage beim Weitsprung der Männer und Dreisprung der Frauen nahezu vollständig gefüllten Haupttribüne nicht beklagen konnten. Während die lokale Leichtathletik bei den Titelkämpfen 2009 so gut wie gar nicht präsent war, hatten in diesem Jahr sieben LGG-Leichtathleten in der U23-Klasse bereits in vorangegangenen Wettkämpfen für Furore gesorgt, so dass die ansprechende Zuschauerzahl vor allem darauf basierte.

anna schmotz 120x130Anna SchmotzDie Erwartungen an die LGG-Athleten waren im Vorfeld sehr hoch angesiedelt und der akribischen Arbeit der verantwortlichen Trainer ist es nicht zuletzt zu verdanken, dass sie auch erfüllt und teilweise sogar übertroffen wurden. Bereits im ersten Wettkampf des Sonnabends mit Göttinger Beteiligung gab es Anlass zur Freude. Anna Schmotz, 21-jährige Jurastudentin und zu Beginn des Jahres vom TSV Burgdorf zur LGG gewechselt, hatte im Weitsprung der Frauen nur mit knapper Not das Finale erreicht. Nervenstark steigerte sie sich im letzte Durchgangs eines hochklassigen Wettkampfes auf eine neue Bestleistung von 6,11 Metern und wurde damit Sechste.

phillip rietz 120x130Phillip RietzDer Höhepunkt des ersten Wettkampftages aus LGG-Sicht folgte wenig später beim Hochsprung der Männer. Phillip Rietz, in der Vergangenheit oft genug Opfer seiner Nerven, ging über die Höhen bis einschließlich seiner neuen Bestleistung von 2,05 Metern im ersten Versuch. Dieses Ergebnis hätte bereits zur Bronzemedaille gereicht. Was aber kaum jemand für möglich hielt: Der 22-jährige gebürtige Ostfriese überwand im zweiten Versuch 2,09 Meter, ohne die Latte zu touchieren. Im Gefühl des sicheren zweiten Platz gelangen ihm sogar noch zwei sehenswerte Versuche über 2,13 Meter, einer Höhe, die in dieser Saison vielleicht noch zu packen sein wird. Die erfüllte B-Norm jedenfalls wird dem Sport- und VWL-Studenten aller Wahrscheinlichkeit nach einen Startplatz bei den Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen in drei Wochen in Ulm sichern.

Vorübergehend auf Medaillenkurs befand sich auch Weitspringer Jan Brunken. 7,19 Meter im ersten Versuch waren schon fast die Eintrittskarte für das Finale, so dass der Student der Biochemie bei den folgenden Sprüngen etwas riskieren konnte. Ein knapp übertretener dritter Versuch wäre sicherlich im Bereich der Silbermedaille gewesen. Mit einer Verbesserung auf 7,29 Meter lag er im Finale zwischenzeitlich auf Bronzerang, musste sich schließlich sechs Zentimeter hinter diesem mit dem fünften Platz zufrieden geben.

neele eckhardt 120x130Neele EckhardtAm Sonntag traten im Dreisprung der Frauen gleich drei Göttinger Athletinnen an. Die vierte gemeldete Springerin Anna-Marleen Wolf hingegen war nach langer Verletzung noch nicht wieder im Bereich ihrer vorherigen Leistungsfähigkeit und musste von der Tribüne aus zuschauen. Anna Schmotz lieferte einen sehr konstanten Wettkampf ab und hatte ihren besten Sprung mit 12,40 Metern im dritten Versuch. Diese Weite reichte sicher für die Finalteilnahme und am Ende für den siebten Platz. Mitfavoritin Neele Eckhardt sah nach zwei vollständig missglückten Versuchen, bei denen im Anlauf nichts stimmig war, das Finale schon in weite Ferne gerückt. Nervenstark legte sie jedoch im dritten Durchgang 13,18 Meter vor und erreicht das Finale somit auf dem zweiten Platz.

lisanne rieker 120x130Lisanne RiekerLisanne Rieker hatte mit ihrem zweiten Sprung 12,91 Meter vorgelegt und war hier bereits auf Medaillenkurs. Die Führungsposition hatte zum Beginn des Finales überraschend Sabrina Mickenautsch (LAC Erdgas Chemnitz) mit 13,24 Metern inne. Dieser Weite näherte sich Lisanne Rieker mit einer Pulverisierung ihrer bisherigen Bestleistung im vierten Durchgang bis auf zwei Zentimeter. Noch einen Zentimeter weiter ging ihr fünfter Sprung auf 13,23 Meter. Eben dieser eine Zentimeter fehlte aber zur Goldmedaille, die am Ende der Überraschungssiegerin aus Sachsen vorbehalten bleib. An der Reihenfolge hätte Neele Eckhardt noch etwas ändern können, die aber bei 13,17, 13,19 und 12,99 Metern das Brett nicht traf und somit die für sie etwas enttäuschende Bronzemedaille in Empfang nehmen durfte.

Diskuswerfer Lukas Deserno, mit Abstand jüngster der bei den Meisterschaften gestarteten und noch der Klasse U20 angehörender LGGer, hakte den Wettkampf unter die Rubrik Lehrstunde ab. Für den Geografiestudenten war bereits die Qualifikation zu den Meisterschaften ein Riesenerfolg gewesen. Im Wettkampf konnte er bei keinem seiner drei Versuche den Diskus auf die vorgesehene Flugbahn bringen und landete somit deutlich unter Wert mit 36,85 Metern auf dem 21. Platz.

 

Ergebnisse

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