Winterwurf-Landesmeisterschaften im Jahnstadion bei Kälte aber mit guten Leistungen

Grünes Licht für die Durchführung der Landesmeisterschaften im Winterwurf kam am Freitagnachmittag. Die Wettervorhersagen hatten sich bis dahin als unsicher erwiesen, das befürchtete Schneechaos war jedoch ausgeblieben. Als der Chronist dieser Zeilen am Sonnabend gegen 10 Uhr aus einem höher gelegenen Göttinger Vorort zum Jahnstadion aufbrechen wollte, musste er sein Fahrzeug zunächst aufwändig vom Schnee befreien, denn der für den vorhergehenden Zeitraum angekündigte Schnee kam dann in der Nacht zum Sonnabend. Zehn Minuten später und 200 Meter weiter unterhalb war dann die Welt eine vollständig andere. Die Winterlandschaft war grauem Matsch gewichen und das Jahnstadion präsentierte sich in einem für die Durchführung der Wettkämpfe durchaus akzeptablem Zustand. Dieser wurde jedoch erst durch intensiven Einsatz des Organisationsteams vom NLV-Kreis und den Platzwarten des Stadions erreicht. So blieb es den zum Teil schon tags zuvor angereisten Athleten erspart, unverrichteter Dinge die teilweise über 300 km weite Heimreise anzutreten.

Die Wettkämpfe selber hatten teilweise hohes Niveau, vor allem wenn man bedenkt, dass die Bedingungen trotz aller Mühewaltung alles andere als optimal waren. So gewann Neele Koopmann (SV Gartow) den Hammerwurf der weiblichen U18-Jugend mit 61,33 Metern, nur 26 Zentimeter unter der vorjährigen deutschen Bestleistung. Ohnehin waren es die Hammerwerfer, die im Jahnstadion für Aufsehen erregende Leistungen sorgten. Bei den Männern gewann Marcel Weidlich (VfR Evesen) mit 53,32 Metern. In der männlichen U20-Jugend übertrafen drei Akteure der Hammerwurf-Hochburg SVG GW Bad Gandersheim die 50-m-Marke, allen voran Max Mollowitz der das 6 kg schwere Gerät auf 56,28 Meter schleuderte. Knapp war die Entscheidung in der U18-Jugend. Raphael Winkelvoss (Einbecker SV) siegt mit 54,80 Metern vor Sören Hilbig (VfR Evesen), der auf 54,08 Meter kam. Über 50 Meter warf auch Cathinca van Ameron (Hannover 96). Die Siegerin in der Frauenklasse erzielte 51,06 Meter.

Im Speerwurf ist die Siegesweite von 62,11 Metern hervorzuheben, die Sebastian Rebischke (Hannover 96) als Landesmeister der Männer erzielte. Auch die Siegerinnen der weiblichen Jugend konnten überzeugen: In der U20-Jugend gewann Florentine Gilde (VfL Eintracht Hannover) mit 41,27 Metern und Kathrin Walter (BTB Oldenburg) siegte bei den U18 mit 39,70 Metern.

Aus lokaler Sicht waren die Meisterschaften ebenfalls ein Erfolg. Martin Koch (LGG) überzeugte nach seinem Wechsel von der U20-Jugend in die Männerklasse als Sieger im Diskuswurf. Er warf das 2-kg-Gerät auf 38,31 Meter und siegte knapp vor Vereinskamerad Arne Dittrich, dessen Diskus im besten Versuch 17 Zentimeter weniger weit flog. Mehrkämpfer Jonathan Kulp, im vergangenen Jahr ebenfalls noch U20-Jugend, wurde mit 48,01 Metern Vizemeister im Speerwurf der Männer.

Alle Resultate sind hier nachzulesen.