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In Memoriam Jörn Hutecker (1970-2021)

Die LG Göttingen trauert um Jörn Hutecker, einem ihrer erfolgreichsten Athleten in den 1990er Jahren. Im Alter von nur 50 Jahren verstarb er Anfang Januar völlig unerwartet an den Folgen einer tückischen Krankheit.

Jörn Hutecker stammte aus Hodenhagen in der Lüneburger Heide und zählte in den 1980er Jahren zu den hoffnungsvollsten Jugend-Leichtathleten im DLV. Für seinen alten Verein LG Fallingbostel wurde er 1986 Deutscher A-Jugendmeister über 400 m Hürden und nahm im selben Jahr an der U20-EM in Varazdin im heutigen Kroatien teil. Nach seinem anschließenden Wechsel zum TK Hannover war er lange Zeit von Verletzungen geplagt.

1992 stieß er studienbedingt zur LG Göttingen und erreichte dort schnell wieder sein altes Leistungsniveau. Seine 51,27 Sekunden über 400 m Hürden (2. Platz bei den Internationalen Deutschen Hochschulmeisterschaften 1994) haben bis zum heutigen Tag die Zeit als Vereinsrekord überdauert.

Ab 1995 bildete Jörn Hutecker zusammen mit Christian Eggeling und Thomas Johenterwage den Kern der über Jahre in Niedersachsen praktisch unschlagbaren, von Thomas Schmalz trainierten 4 x 400-m-Staffel. Nach weiteren Verletzungsproblemen wurde er 1996 noch einmal Norddeutscher Meister über 400 m Hürden. Die 4 x 400 m-Staffel lief im selben Jahr bei der Deutschen Meisterschaft in Köln 3:12,21 Minuten. Auch diese Marke hat bis heute Bestand als Vereinsrekord.

1998 beendete Jörn Hutecker seine aktive Karriere, nachdem er immer wieder durch Verletzungen gestoppt wurde. Später spielte er eine tragende Rolle in der DMM-Mannschaft der LGG, die Mitte der 1990 Jahre quasi Stammgast im Bundesliga-Finale war.

Jörn Hutecker war weiterhin sportlich sehr aktiv, ein stets aufgeschlossener und kritischer Geist, der Frau und zwei Kinder hinterlässt.

 

 

 

Stehend v.l.: Christoph Bisewski, Jörn Hutecker, Gregor Schweter, Trainer Thomas Schmalz. Sitzend v.l.: Christian Eggeling, Elmar Christel, Thomas Johanterwage
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