Neele Eckhardt weiterhin auf Kurs in Chemnitz

Nichts wurde es mit dem Gipfeltreffen der beiden besten deutschen Dreispringerinnen. Die achtfache Deutsche Meisterin Kristin Gierisch sagte ihre Teilnahme vor eigenem Publikum beim 22. Internationalen Hallenmeeting in Chemnitz kurzfristig wegen eines Infektes ab. So konnte Neele Eckhardt von der LG Göttingen bei dem gut besetzten Wettkampf nach ihrem Sieg beim PSD-Hallenmeeting in Düsseldorf einen weiteren Erfolg verbuchen.

Mit 14,10 Metern im ersten Durchgang kam sie nahe an ihre Bestleistung aus Düsseldorf heran, sprang nach einem ungültigen Sprung noch 13,95 Meter und beendete dann den Wettkampf. „Eine reine Vorsichtsmaßnahme“, betonte Trainer Frank Reinhardt. Ein leichtes Ziehen im Oberschenkel war möglicherweise der starken Belastung von zwei Wettkämpfen innerhalb von vier Tagen zuzuschreiben.

Der Teilnahme der LGG-Athletin an den Deutschen Hallenmeisterschaften am übernächsten Wochenende in Leipzig steht nichts entgegen. Ob Gierisch dort ihren Titel verteidigen wird, ist indes ungewiss. Bei einem Verzicht der Chemnitzerin sollte für Eckhardt lediglich eine Pflichtaufgabe anstehen. Die sechsfache Deutsche Meisterin Jenny Elbe (Dresdener SC 1898) hat wegen ständiger Verletzungsprobleme ihre Karriere beendet, und Jessie Maduka (ART Düsseldorf), vor noch nicht allzu langer Zeit als das große Talent im deutschen Frauendreisprung gehandelt, läuft seit Längerem ihrer Form weit hinterher.

Siebte in der Chemnitzer Leichtathletikhalle wurde LGG-Nachwuchshoffnung Kira Wittmann. Der beste Sprung der 19-Jährigen wurde mit 12,83 Metern vermessen. Damit kam sie nahe an ihre Hallenbestleistung heran und ist sicherlich eine Finalkandidatin für Leipzig.