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Neele Eckhardt ist deutsche Vizemeisterin

Aus dem dritten deutschen Meistertitel nach dem Doppelschlag 2018 ist zwar nichts geworden, aber ein zweiter Platz mit durchaus respektablen 13,93 Metern war in etwa das, was man bei realistischer Betrachtung erwarten konnte. So war Dreispringerin Neele Eckhardt mit ihrem Abschneiden bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften im Berliner Olympiastadion auch keineswegs enttäuscht. Dem Experten blieben technische Defizite vor allem beim Setzen des Step – dem zweiten Sprung – nicht verborgen. Dieses Problem – so Trainer Frank Reinhardt bei der Retrospektive – ist die Folge ihrer schweren Erkrankung, die noch keine erhöhte Trainingsbelastung zuließ. Bei erst vier Wettkämpfen im Vorfeld ohne nennenswerte Konkurrenz bestehe auch in puncto Wettkampferfahrung noch Nachholbedarf.

In Berlin war die Favoritin Kristin Gierisch (LAC Erdgas Chemnitz) mit einem Vorsprung von 33 Zentimetern vor Eckhardt deutlich überlegen, ohne allerdings restlos überzeugen zu können. Immerhin hat die nunmehr achtfache Deutsche Meisterin das Ticket für die Weltmeisterschaft in Doha bereits sicher. Auch Eckhardt, der vier Zentimeter an der Norm von 14,20 Metern fehlen, hat noch ihre Chance. Ihren einzigen Start vor der WM wird sie in vier Wochen beim Berliner ISTAF absolvieren. Bis dahin, so Trainer Frank Reinhardt, „wird das Training gegenüber den Wochen und Monaten vor der DM deutlich intensiviert“. Aber, so Reinhardt, es sei auch kein Beinbruch, wenn Neele die Norm nicht schafft. Der Fokus ist ohnehin auf die Olympischen Spiele 2020 gerichtet.

Lehrgeld musste Friederike Altmann, die zweite Dreispringerin der LGG, zahlen. Bei ihrer ersten großen Meisterschaft war der Respekt vor dem Ambiente einfach zu groß, und so war nach zwei ungültigen Sprüngen und einem mehr oder weniger missglückten Satz auf 12,14 Meter nach dem Vorkampf bereits Feierabend. Mehr Erfolg hatte Trainer Reinhardt allerdings mit seiner dritten Athletin im dreizehnköpfigen Feld. Die 19-jährige Kira Wittmann, die noch für den SV Quitt Ankum startet und sich derzeit in der Ausbildung in der Polizeiakademie Niedersachsen befindet, kam mit der Empfehlung eines vierten Platzes bei der U20-EM nach Berlin und verpasste hier das Podium nur um ganze fünf Zentimeter.

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