Neele Eckhardt ist Deutsche Meisterin Dreisprung

Während im Norden und der Mitte Deutschlands Trockenheit und Hitze neue Dauerrekorde aufstellen, kämpften die Leichtathleten bei den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg mit Dauerregen und niedrigen Temperaturen.  Dafür, dass auch nicht so gute Bedingungen ihr nichts mehr anhaben können, trat LGG-Dreispringerin Neele Eckhardt im Max-Morlock-Stadion einen eindrucksvollen Beweis an.

Nach dem Titel in der Halle ‒ hier allerdings in Abwesenheit von Europameisterin Kristin Gierisch (LAC Erdgas Chemnitz) ‒ setzte sich die 26-jährige Göttingerin nun auch im Stadion durch. Dabei hatte der Wettkampf für die sechsfache Deutsche Meisterin aus Chemnitz mit 14,15 Metern im zweiten Durchgang eigentlich einen bis dahin nahezu optimalen Verlauf genommen. Auch eher optimistisch veranlagte Experten glaubten nicht, dass Eckhardt unter den gegebenen Bedingungen würde kontern können. Konnte sich aber doch.
Nach einem ungültigen ersten Versuch und 13,61 Metern im zweiten Durchgang gelang ihr anschließend ein Satz auf 14,21 Meter, zusammen mit der Siegesweite vor zwei Wochen bei den Norddeutschen Meisterschaften ihr bis dato zweitbestes Ergebnis. Die Chemnitzerin, vor zwei Jahren auch Vizeweltmeisterin der der Halle, konnte nicht mehr kontern und hatte zum ersten Mal bei nationalen Titelkämpfen das Nachsehen gegenüber einer auch in dieser Form bei den Europameisterschaften in zwei Wochen für eine vordere Platzierung nicht chancenlose Neele Eckhardt.
Gegenüber leichtathletik.de äußerte sie sich entsprechend optimistisch:

Es ist unglaublich schön, nach dem Titel in der Halle in diesem Jahr auch den Titel im Freien gewonnen zu haben. Ich hätte nicht gedacht, dass 14,21 Meter zum Titel reichen, sondern dachte, dass Kristin Gierisch noch etwas weiter springen wird. Bei den schwierigen Bedingungen bin ich mit 14,21 Metern sehr zufrieden, immerhin habe ich meine Saisonbestleistung eingestellt. Ich bin nun optimistisch, dass ich diese Saison noch etwas weiter springen kann. Wenn ich bei Regen 14,21 Meter springe, sollte bei Sonnenschein, 30 Grad und Rückenwind noch deutlich mehr drin sein. Es wäre natürlich schön, wenn mir das bei der EM in Berlin gelingt.