Neele verpasst Endkampf - Platz 13 bei der Hallen-WM

Ausgerechnet bei der Hallen-WM erwischte Dreispringerin Neele Eckhardt (LGG) nicht ihren besten Tag. 14,03 Meter hätten für die Finalteilnahme in Birmingham gereicht, eine Weite, die sie bei ihren letzten beiden Norddeutschen und Deutschen Meisterschaften mehr oder weniger deutlich überboten hatte.
Der erste Sprung in der 16.000 Zuschauer fassenden und ausverkauften Birmingham Arena ging vollkommen daneben, weil der Anlauf nicht passte. 13,24 Meter waren deutlich zu wenig, um auch nur in die Nähe der acht Erstplatzierten zu kommen. Hoffnung auf die nächste Runde keimte in Durchgang Zwei auf. Obwohl Eckhardt den Balken nicht traf, ging der Sprung auf 13,87 Meter. Die Anlaufprobleme blieben indes und nach 13,70 Metern im dritten Versuch war der Wettkampf für die Göttingerin als 13. beendet. Eckhardt äußerte sich nach dem Wettkampf enttäuscht, je geradezu verärgert über ihr Abschneiden und das mehr oder weniger misslungene Ende einer ansonsten erfolgreichen Hallensaison. Von Nachteil dürfte auf alle Fälle gewesen sein, dass Trainer Frank Reinhardt das Geschehen nur über den Livestream im heimischen Wohnzimmer verfolgen und somit nicht an Ort und Stelle ins Geschehen eingreifen konnte. Zwar wurden ihm nach jeden Versuch Videos übermittelt, die Harry Marusch, Trainer von Dreispringer Max Heß, an Ort und Stelle aufgenommen hatte, Korrekturen konnten dadurch jedoch nicht vorgenommen werden.
Duplizität der Ereignisse: Max Heß, Dreisprungvizemeister der Männer bei der vergangenen Hallen-WM in Portland, erwischte einen rabenschwarzen Tag und beendete den Wettkampf als Elfter, nahezu einen Meter unter seiner Bestleistung. Und um noch eins draufzusetzen: Stabhochspringerin und Vizeeuropameistern Lisa Ryzih, mit der sich Neele das Hotelzimmer in Birmingham teilte, schied ohne gültigen Versuch aus.