Neele startet beim Internationalen Sparkassenmeeting Osterode

Mit einer Gold-Medaille bei der Sommer-Universiade in Taipeh konnte Dreispringerin Neele Eckhardt von der LG Göttingen im letzten Jahr ihren bisher größten sportlichen Erfolg feiern. Die 25-jährige wird sicherlich beim Internationalen Sparkassenmeeting am 02. Juni im besonderen Fokus der Zuschauer stehen, wohnt und studiert sie in Göttingen und hat hier eine größere Fangemeinde. Diese wird es sich sicherlich nicht entgehen lassen, hoffentlich weite Sprünge im Osteroder Jahnstadion live zu verfolgen. Darauf freut sich auch Meeting-Organisator Rainer Behrens, der ein hochkarätiges Starterfeld verpflichten möchte, die sich gegenseitig pushen sollen, um die Norm von 13,90 m zur Qualifikation für die Europameisterschaften in Berlin zu überbieten.

Neele Eckhardt konzentrierte sich im Jahr 2009 ganz auf die Leichtathletik. Mit Erfolg, bereits 2010 wurde sie Deutsche Jugendmeisterin, 2014 folgte der U23-Titel und – trotz großer Konkurrenz – viele vordere Platzierungen bei Deutschen Meisterschaften. Auch international hat die Jura-Studentin Deutschlands Farben inzwischen bei U18- und U20-Weltmeisterschaften sowie bei der U23-Europameisterschaft vertreten. Bei starken 14,35 m steht inzwischen ihre Bestweite, damit hat sie sich 2017 in die erweiterte Weltspitze katapultiert. So verwunderte es nicht, dass die vom Göttinger NLV-Landestrainer Frank Reinhardt betreute Springerin auch den Endkampf bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London erreichte, wo sie einen guten 10. Platz belegte. Aktuell befindet sie sich bereits wieder in guter Form, sprang sie doch beim ersten diesjährigen Hallenwettkampf bereits 13,95 m weit. Im Gespräch mit Behrens gab die sympathische Dreispringerin folgende Einblicke:

Seit ca. 2009 betreibst du leistungsorientiert Drei- und Weitsprung. An welche(n) Meisterschaft oder Erfolg erinnerst du dich vor 2017 am liebsten?

Besonders gerne erinnere ich mich an die DM 2014 in Ulm, dort stand ich erstmals bei einer DM mit erzielten 13,98m auf dem Treppchen. Einen besonderen Stellenwert hat für mich auch meine erste internationale Meisterschaft, das war die U18-WM in Brixen 2009. Das Stadion hatte eine unheimlich schöne Atmosphäre und auch sonst war die Stimmung im deutschen Team sehr gut! Damals startete ich international noch im Weit- und Dreisprung.

Das letzte Jahr dürfte das erfolgreichste in deiner sportlichen Laufbahn gewesen sein. Was zählte für dich hier am meisten?

Das ist schwer zu sagen, da vieles an 2017 besonders war. Angefangen mit meinem ersten 14m-Sprung in der Halle und anschließend die Steigerung auf 14,35m in Göttingen bei den LM. Aber natürlich waren auch die WM und der Sieg bei der Universiade besondere Erlebnisse.

Welche Trainingsumfänge stehen im Augenblick auf dem Programm?

Ich trainiere zurzeit meistens sieben Einheiten die Woche bei meinem Trainer Frank Reinhardt, hinzukommen noch in der Regel 1-2 Athletikeinheiten im Athleticum in Göttingen.

Was bleibt dir da noch an Freizeit? Hast du ggf. noch Hobbys, wenn ja welche?

Sehr viel Freizeit bleibt derzeit nicht, weil ich nebenbei Jura studiere. Wenn doch mal Zeit bleibt, verbringe ich diese am liebsten mit Freunden, einem leckeren Essen oder auch gerne selbst gekocht. Ich gehe gerne ins Theater oder genieße auch mal ein bisschen Zeit ganz alleine für mich.

Frank Reinhardt trainiert dich seit langer Zeit. Was zeichnet ihn und seine Arbeit aus?

Ich trainiere nun seit fast 10 Jahren bei Frank und ich denke, unsere Zusammenarbeit hat sich in den letzten Jahren noch mal verändert: Inzwischen kennen wir uns unheimlich gut und stimmen fast jedes Training konkret vor dem Trainingsstart ab. Wir haben beide in den letzten Jahren gelernt, dass es am besten ist, konkret und unmittelbar auf die Bedürfnisse einzugehen und dadurch eine optimale Trainingsplanung und -umsetzung zu erreichen. Diese Kreativität schätze ich sehr an Frank.

Welche Zielvorstellungen hast du in diesem Jahr?

Ziel ist ganz klar ein bestmögliches Ergebnis in Berlin bei der EM abzuliefern. Wenn es in Richtung meiner Bestleistung oder etwas darüber hinausgeht, wäre das umso schöner!

Wie lange denkst du in die Zukunft, bis Tokio 2020?

Ich habe mir in den letzten Jahren angewöhnt, erst mal von Jahr zu Jahr zu planen. Aber die Teilnahme an Olympischen Spielen ist wahrscheinlich der Traum jeden Sportlers, so auch meiner!

Was bedeuten dir regionale Wettkämpfe, z. B. 2017 in Göttingen oder 2018 in Osterode?

Ich springe gerne bei regionalen Wettkämpfen. Dieses Jahr hat das erste Mal ein kleines Sportfest in Göttingen stattgefunden. Das war schön, weil einfach viele Freunde und Bekannte da waren. Auf Osterode freue ich mich auch. Es liegt ja quasi um die Ecke und die Atmosphäre dort ist schön. Ich bin dort schon mal weitgesprungen und freue mich, dass es 2018 dort erstmals Dreisprung gibt!

Nicht nur Neele Eckhardt soll im Fokus beim Int. Sparkassenmeeting stehen, auch ein Rahmen-programm soll die Zuschauer bestens unterhalten. Mit dabei sein werden auch die Rope Skipper des TV Roringen bei Göttingen. Noch nie davon gehört? Es handelt sich um akrobatisches Seilspringen, das es in Deutschland in dieser Art seit ca. 20 Jahren gibt. Gesprungen wird mit Gummi-, Draht- und Plastikröhrchen- Seilen. Insbesondere kommt es auf Schnelligkeit, Koordination, Kondition an und macht laut der Trainerin Astrid Reinhardt ganz viel Spaß.

Die Zuschauer am Samstag, dem 02. Juni dürfen sich auf die Leistungsspringer freuen, kann die Gruppe doch auf zahlreiche auch internationale Erfolge zurückblicken. So gewannen sie u. a. 2015 die Silbermedaille beim World Jump Rope in Paris im Double Dutch Single, vertraten Deutschland bei der Team-Weltmeisterschaft in Schweden und stellten die Bundesfinalsiegerin. Mit 141 Sprüngen in der Disziplin “Tripple Under” gewann Svenja Reinhardt die Silbermedaille bei den Europameisterschaften in Braga (Portugal). Man darf schon jetzt gespannt auf diesen Auftritt sein!

Alle Infos zum Int. Sparkassenmeeting können unter www.sparkassenmeeting-lgosterode.de eingesehen werden.