Neele Eckhardt und Martin Koch holen Landes-Hallentitel

Die leichte Skepsis von Trainer Frank Reinhardt aufgrund einer krankheitsbedingt nicht optimalen Vorbereitung legte sich nach zwei ungültigen Sprüngen bereits im dritten Durchgang. Dieser war zwar ebenfalls leicht übertreten, aber er landete bereits knapp jenseits der 14 Meter-Marke. Deutlich darüber, aber ebenfalls knapp ungültig, dann Durchgang vier. Es folgte ein Sprung ohne Risiko, um den Titel nicht zu gefährden. 13,76 Meter wurden angezeigt, ein Zentimeter über der vom Trainer avisierten Zielsetzung. Im letzten Durchgang dann eine Steigerung auf 13,93 Meter: Weiter sprang in der laufenden Hallensaison noch keine deutsche Dreispringerin. Abzusehen ist jedoch, dass aus dem Trio Kristin Gierisch (LAC Erdgas Chemnitz), Jenny Elbe (Dresdener SC) und Neele Eckhardt mindestens ein Quartett wird: Jessie Maduka (ART Düsseldorf), mit 21 Jahren deutlich jünger als ihre Konkurrentinnen, sprang am Sonnabend bei einem Hallenwettkampf in Albuquerque (USA) 13,74 Meter.
Der weitere Verlauf der Hallensaison für Neele Eckhardt ist bereits vorgezeichnet. Am übernächsten Wochenende folgen in Hamburg die Norddeutschen Hallenmeisterschaften und wiederum zwei Wochen darauf die Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund. Und schließlich wartet noch die Hallen-WM in Birmingham. Die Nominierungsvoraussetzung ist einerseits ein Rang unter den 16 weltbesten Dreispringerinnen, andererseits dürfen nur die beiden besten Athletinnen pro nationalem Verband gemeldet werden. Beide Voraussetzungen erfüllte die LGG-Dreispringerin derzeit.
Lisanne Rieker konnte aufgrund einer Trainingsverletzung nicht antreten, so dass der zweite Platz in einem insgesamt sehr niveauarmen Wettkampf mit 11,75 Metern an Sophia Machill (LGG) ging.

Ein zweiter, nicht unbedingt erwarteter Titel für die LGG ging an Kugelstoßer Martin Koch. Der vorjährige Vizemeister legte mit dem 7,26-kg-Gerät bereits im ersten Versuch 14,70 Meter hin, ein dreiviertel Meter mehr als 2017 an selber Stätte. Dem hatte die Konkurrenz nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen und so ging der Titel mit deutlichem Vorsprung an Koch.

Sein Ziel Finaleinzug hatte Sprinter René-Christoph Bruns mit 7,21 Sekunden im Vorlauf über 60 m bereits erfüllt. Im Finale folgten trotz eines nicht ganz gelungenen Starts 7,14 Sekunden und ein vierter Platz, das seit Jahren beste Resultat eines LGG-Sprinters bei Landesmeisterschaften.

Im Weitsprung der Frauen wurde die U20-Jugendliche Johanna Hillebrand Sechste mit 5,13 Metern und über 800 m verbesserte sich Laura Hampe als Zwölfte auf 2:28,33 Minuten.

Erfreuliches tat sich auch im Sprint der weiblichen U18-Jugend. Beatrix Gross gewann ihren Zeitlauf in 26,27 Sekunden und kam im Gesamtklassement auf den vierten Platz. Pech hatte sie über 60 m, als 8,24 Sekunden im Vorlauf zwei Hundertstelsekunden zu langsam für den Finaleinzug waren. Im Kugelstoß wurde Svea Betker 13. mit 9,58 Metern.

Außer Dreispringerin Lisanne Rieker mussten einige weitere LGG-Athleten verletzungsbedingt passen, darunter auch Weitspringer Maximilian Wardeck, der gute Chancen auf einem Platz auf dem Treppchen gehabt hätte.