The Great 10k Berlin – ein „Familienausflug“ des Running Teams

„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“, hieß es am Freitag, den 6.10.2017 für uns, eine Gruppe von 12 LGG-lern – zwar nicht zum Fußballspielen, dafür aber für eine andere, ebenfalls sportliche Veranstaltung: für The Great 10k, einen 10-Kilometerlauf mitten durch die Hauptstadt.

Da der Lauf erst am Sonntag stattfand, nutzten wir den Samstag für gemütliches Sightseeing und Beisammensein – und als Mitglieder des Running Teams selbstverständlich auch für eine Joggingtour entlang der Spree. Die Tour glich jedoch eher einem Trailrunningparkour, da Sturmtief Xavier in Berlin ungleich heftiger als in Göttingen gewütet hatte und wir regelmäßig über Baumstämme, Absperrungen und Pfützen hüpfen mussten.
Auch am Samstag selbst zeigte sich das Wetter nicht gerade von seiner besten Seite, überraschte uns dafür aber am Sonntagmorgen mit zunächst zaghaftem, später strahlendem Sonnenschein.
Auf diese Weise marschierten wir am Sonntag gleich motivierter zum Schloss Charlottenburg, dem Start- und Zielpunkt des Laufes. Zusammen mit ca. 6000 anderen Läufern würden wir hier starten. Auch wenn sich niemand allzu ambitionierte Ziele gesetzt hatte, machte sich doch Aufregung breit.

Der Startschuss fiel und los ging es, auf hauptsächlich geraden, asphaltierten Streckenabschnitten mit nur minimaler Steigung, auf denen man sich gut freilaufen und Gas geben konnte. Nur auf dem Stück durch den Zoo wurde es etwas enger und kurviger. So manch ein Läufer war so sehr auf die Strecke fixiert, dass er nicht etwa die aufgeregten Lamas und Nashörner links und rechts der Strecke wahrnahm, sondern die Ankunft im Zoo lediglich anhand des durchaus zu vernehmenden Tiergeruchs bemerkte.
Zu den Highlights der Strecke gehörte aber nicht nur der Zoo, sondern auch die davorliegende Gerade, die direkt auf die eindrucksvolle Siegessäule zuläuft. Außerdem: Die Schlossstraße, die in diesem Fall auch als Schlusstraße fungierte und zum Schlusssprint zum Schloss Charlottenburg geradezu einlud.

Auf der Schlussgeraden wurden wir ordentlich angefeuert, am Rest der Strecke war eher wenig los. Vielleicht hatten sich die Leute bereits am zwei Wochen vorher stattfindenden Berlinmarathon sattgesehen. Umso besser, dass wir auf tatkräftige Anfeuerungsrufe von Maike zählen konnten, die verletzungsbedingt leider nicht mitlief.

Glücklich trafen wir uns alle im Ziel wieder, viele doch positiv überrascht von ihren Zeiten. Julia Börner, sonst fast ausschließlich auf kurzen Strecken unterwegs, debütierte auf 10km gleich mit 39.25 min. Ihr Kommentar zur ungewohnten Stecke: „Hart, aber hat was.“

Gute Ergebnisse erzielten trotz Erkältung auch Jasper Cirkel mit 33:30min und Michele Salvi mit 35:37 min.
Die ersten drei Plätze bei den Männern wurden von Spitzenathleten mit Zeiten unter 28 Minuten besetzt, Gewinner war Mathew Kimeli mit 27:32 min. Nicht unerwähnt bleiben sollte auch das Ergebnis der ersten Frau: Alina Reh verbesserte ihre eigene Bestzeit um fast 1,5 Minuten und lief mit sensationellen 31:35 min ins Ziel.

Insgesamt war das Wochenende für uns alle ein rundum gelungener „LGG-Familienausflug“. „Berlin, Berlin, wir kommen wieder!"

Ergebnisse:

Jasper Cirkel 33:30

Michele Salvi 35:37

Julia Börner 39:25

Sophie Harbighorst 40:41

Michael Schwager 41:16

Carolin Hauck 41:25

Dietmar Weber 43:37

Katharina Linke 43:48

Miriam Held 43:52

Anna Veltrup 46:09

Lukas Gatzemeier 46:09