Neele Eckhardt erreicht WM Finale in London

Neele Eckhardt machte es spannend. Noch am Abend vor der Qualifikation in London war ihr Start bei der Leichathletik-WM ungewiss. Die LGG-Dreispringerin  hatte in der Nacht zum Freitag und auch noch am Freitag selber mit erheblichen Kreislaufproblemen zu kämpfen. Zwei Zusammenbrüche mit Fieber ließen zunächst nur wenig Hoffnung auf eine Teilnahme am Qualifikationswettbewerb zu, aber nach einer raschen Rekonvaleszenz gaben die DLV-Ärzte grünes Licht.

Einerseits war der Jura-Studentin ihre große Aufregung beim Wettkampf deutlich anzumerken, andererseits wirkte sie beim Wettkampf äußerst fokussiert. Daran änderte auch der misslungene erste Versuch nichts, in dem sie beim Step die Kontrolle über den Sprung verlor. Hoffnung keimte in Durchgang Zwei auf. 13,97 Meter lagen zwar deutlich unter der geforderten Norm von 14,20 Metern, bedeuteten jedoch beim Stand der Dinge Rang Elf und damit die Finalteilnahme. Die Hoffnung auf eine solche waren jedoch innerhalb weniger Minuten zunächst zunichte, als gleich fünf Springerinnen an Eckhardt vorbei zogen.

Der letzte Versuch sah gut und auch weit aus, lag jedoch deutlich unter der im TV-Livebild angezeigten Linie, die den aktuellen zwölften Platz markierte. Das war es dann wohl, dachte man. War es nicht, denn die Markierung war falsch gezogen. Auf der Anzeige leuchteten 14,07 Meter auf. Die Erleichterung und der Jubel der Göttinger Dreispringerin folgten postwendend, den nun war keine Konkurrentin mehr zu fürchten, die ihr den elften Rang und damit die Qualifikation für das Finale streitig machen konnte.

Das Finale wartet nun am Montag um 21.25 Uhr. Hinter den vier bis fünf Top-Springerinnen ist die Leistungsdichte ausgesprochen hoch, so dass mit dem Erreichen des Finales vielleicht das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist.